Ratgeber / Deutsch
Aktiv und Passiv unterscheiden
Du kannst sagen, wer etwas tut: „Der Hausmeister repariert die Tür.“ Das ist Aktiv. Du kannst auch sagen, was mit etwas geschieht: „Die Tür wird vom Hausmeister repariert.“ Das ist Passiv. Dafür brauchst du die passende Form von „werden“.
Wozu du das brauchst
Wenn du in Biologie aufschreibst, wie euer Versuch ablief, schreibst du oft Sätze wie „Die Bohnen werden in feuchte Watte gelegt“.
Merke
Das Passiv bildest du mit „werden“ und der Verbform, die auch im Perfekt steht, etwa „gestrichen“. Die Form von „werden“ passt zum Subjekt und zur Zeit: „Die Bank wird gestrichen“, „Die Bänke werden gestrichen“, „Die Bank wurde gestrichen“. „Die Bank ist gestrichen“ sagt dagegen, wie sie danach ist. Steht im Satz, wer es tut, etwa „von Tom“, geht es um den Vorgang. Dann brauchst du eine Form von „werden“ in der passenden Zeit.
Ein Beispiel Schritt für Schritt
Welche Form gehört in die Lücke? Wähle aus.
Der Saal gestern von der Klasse geschmückt.
- Signalwort: „gestern“ — das passt nur zum Präteritum.
- „Der Saal“ ist Einzahl.
- Das Vorgangspassiv bildet man mit „werden“, im Präteritum und in der Einzahl also „wurde“: „Der Saal wurde gestern von der Klasse geschmückt.“
Typische Denkfehler
Diese Denkfehler erkennt die App bei der Aufgabe oben — und so erklärt sie sie.
Ein typischer Fehler
„ist“ statt einer Form von „werden“ nehmen, wenn im Satz steht, wer es tut und wann. Dann geht es um den Vorgang: „Die Bank wird heute von Tom gestrichen.“
Das Aktiv statt des Passivs
Mit „hat“ wäre „Der Saal“ der Handelnde. Im Satz steht aber „von der Klasse“ — dort steht, wer es tut. Es geschieht also, und dafür braucht das Deutsche „werden“: „wurde … geschmückt“.
Den Zustand statt des Vorgangs
„ist geschmückt“ ist das Zustandspassiv und sagt, wie es danach ist. Hier steht aber, wer es tut und wann — es geht um den Vorgang, und dafür steht „wurde“.
Die Form passt nicht zum Subjekt
Die Zeit stimmt, die Zahl nicht: „Der Saal“ ist Einzahl, also „wurde“ und nicht „wurden“.
Die falsche Zeit
„gestern“ passt nur zum Präteritum. Dann heißt es „wurde“ und nicht „wird“ — die Zeitform steckt im „werden“, nicht im Partizip.