Ratgeber / Englisch
If-Sätze Typ I und Typ II
Mit einem if-Satz sagst du, was passiert, wenn etwas eintritt. Der Satz hat zwei Hälften: die Bedingung mit „if“ und den Hauptsatz mit der Folge. Beim Typ I ist die Bedingung gut möglich, beim Typ II nur gedacht oder kaum wahrscheinlich.
Wozu du das brauchst
Schreibst du deiner Brieffreundin von einem Traum, heißt es „If I had a million euros, I would travel“.
Merke
Typ I: im if-Satz die Gegenwart, im Hauptsatz „will“ mit Grundform: „If it snows, we will build a snowman.“ Typ II: im if-Satz das simple past, im Hauptsatz „would“ mit Grundform: „If I lived by the sea, I would swim.“ Eine Hälfte verrät dir den Typ und damit die Form der anderen.
Ein Beispiel Schritt für Schritt
Welche Form von „take“ gehört in die Lücke? Wähle aus.
If I found a wallet in the street, I it to the police.
- Simple past im if-Satz („found“) — das ist Typ II: die Bedingung ist gedacht.
- Die Regel für Typ II: if + simple past, Hauptsatz mit „would“.
- Im Hauptsatz steht dann „would take“.
Typische Denkfehler
Diese Denkfehler erkennt die App bei der Aufgabe oben — und so erklärt sie sie.
Ein typischer Fehler
„will“ auch in den if-Satz setzen: „If it will snow tomorrow“ ist falsch. Die Zukunft steht nur im Hauptsatz, nach „if“ bleibt beim Typ I die Gegenwart: „If it snows tomorrow“.
Typ I statt Typ II
„will“ gehört zum Typ I, und den erkennt man an der Gegenwart im if-Satz. Hier steht „found“ — simple past, die Bedingung ist also gedacht und nicht erwartet. Dann heißt es „would take“.
Kein „would“ im Hauptsatz
Das simple past im if-Satz macht die Bedingung unwirklich. Der Hauptsatz sagt, was dann wäre — dafür braucht das Englische „would“: „would take“, nicht „took“.
Einen Schritt zu weit zurück
„would have taken“ spricht über etwas, das nicht mehr zu ändern ist — dafür müsste der if-Satz im past perfect stehen, also mit „had“. Hier steht das einfache simple past „found“, und dazu gehört „would take“.