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Curimira

Ratgeber / Biologie

Krankheitserreger, Immunabwehr und Impfung

Ein Bakterium ist eine Zelle ohne Zellkern, mit Zellplasma, Ribosomen und eigenem Stoffwechsel. Ein Virus ist viel kleiner, keine Zelle, ohne eigenen Stoffwechsel, nur Erbgut in einer Eiweißhülle; neue Viren baut die befallene Körperzelle (Wirtszelle). Beide enthalten Erbgut, Eiweiße und Antigene (Erkennungszeichen), an die Antikörper (Abwehreiweiße) binden.

Wozu du das brauchst

Vor einer Reise in die Tropen bekommst du eine Impfung gegen Gelbfieber. Du kannst erklären, warum sie erst nach Tagen schützt, dann aber Jahre. Du deutest Messreihen der Antikörper und weißt, wann ein Antibiotikum hilft: gegen Bakterien, nicht gegen Viren.

Merke

Fresszellen fressen jeden Erreger (unspezifisch). Gezielt (spezifisch): T-Helferzellen aktivieren B-Zellen und T-Killerzellen; T-Killerzellen töten befallene Zellen. B-Zellen werden Plasmazellen (bilden Antikörper) oder Gedächtniszellen. Erster Kontakt: viele Antikörper erst nach 1 bis 2 Wochen. Zweiter: Gedächtniszellen werden Plasmazellen, rasch viel mehr Antikörper. Spritze mit abgeschwächten oder toten Erregern oder Erregerteilen: aktiv, spät, lange; fertige Antikörper: passiv, sofort viele, dann weniger, kurz.

Ein Beispiel Schritt für Schritt

Welche Immunisierung ist das, und wie wirkt sie?

Lena bekommt eine Spritze gegen Windpocken. Sie enthält abgeschwächte Windpockenviren.

  1. Enthält die Spritze Erreger oder Teile davon, bildet der Körper die Antikörper selbst: aktive Immunisierung. Das dauert, aber es entstehen Gedächtniszellen, und der Schutz hält lange.
  2. Enthält sie fertige Antikörper, schützen diese sofort: passive Immunisierung. Der Körper baut sie aber nach einigen Wochen ab, Gedächtniszellen entstehen keine, und der Schutz hält kurz.
  3. Die Spritze für Lena enthält abgeschwächte Windpockenviren. Also gilt: Aktive Immunisierung: Schutz setzt spät ein und hält lange.

Typische Denkfehler

Diese Denkfehler erkennt die App bei der Aufgabe oben — und so erklärt sie sie.

Ein typischer Fehler

Du meinst, ein Antibiotikum helfe auch gegen Viren, etwa bei einer Erkältung. Es wirkt aber gegen Bakterien, denn es greift Teile ihrer Zelle an, und Viren sind keine Zellen.

Aktive und passive Immunisierung beim Namen vertauscht

Dass der Schutz spät einsetzt und lange hält, stimmt. Die Spritze enthält aber abgeschwächte Windpockenviren; der Körper bildet die Antikörper selbst und ist dabei aktiv. Deshalb heißt das aktive Immunisierung.

Beginn und Dauer des Schutzes vertauscht

Aktiv ist richtig: die Spritze enthält abgeschwächte Windpockenviren. Dann muss der Körper die Antikörper aber erst bilden, und das dauert. Dafür entstehen Gedächtniszellen, und der Schutz hält lange.

Erregerteile und fertige Antikörper in der Spritze verwechselt

Die Spritze enthält abgeschwächte Windpockenviren, keine fertigen Antikörper. Der Körper bildet die Antikörper selbst: das ist aktive Immunisierung, der Schutz setzt spät ein, und Gedächtniszellen sorgen dafür, dass er lange hält.

Krankheitserreger, Immunabwehr und Impfung üben.

In Curimira bekommst du zu diesem Thema immer neue Aufgaben. Ist eine Antwort falsch, nennt die App den Denkfehler — genau wie oben.