Ratgeber / Geografie
Kennwerte aus einer Klimatabelle ermitteln
Eine Klimatabelle zeigt für jeden der zwölf Monate die mittlere Temperatur und den Niederschlag, also Regen und Schnee. Daraus ermittelst du den Jahresniederschlag und die Jahresmitteltemperatur. Dazu kommt die Jahresamplitude, der Unterschied zwischen wärmstem und kältestem Monat.
Wozu du das brauchst
Vergleichst du für ein Referat zwei Orte, zeigen drei Zahlen, wo mehr Regen fällt und die Temperatur stärker schwankt.
Merke
Den Niederschlag zählst du zusammen, denn Regen sammelt sich über das Jahr. Die zwölf Temperaturen zählst du zusammen und teilst durch 12. Für die Amplitude ziehst du den kältesten vom wärmsten Monat ab. Liegt der kälteste unter null, zählt der Weg bis null mit: von −4 °C bis 20 °C sind es Grad.
Ein Beispiel Schritt für Schritt
Ermittle die Jahresmitteltemperatur dieser Station und gib sie in °C an.
Klimatabelle für eine Station in einer Steppe (Monatsmittel der Temperatur, Monatssumme des Niederschlags): Januar −5 °C und 24 mm; Februar −5 °C und 5 mm; März 0 °C und 29 mm; April 10 °C und 15 mm; Mai 16 °C und 35 mm; Juni 21 °C und 35 mm; Juli 24 °C und 35 mm; August 24 °C und 40 mm; September 17 °C und 20 mm; Oktober 8 °C und 30 mm; November 1 °C und 15 mm; Dezember −3 °C und 5 mm.
- Summe der Monatswerte: 108.
- 108 : 12 = 9.
Typische Denkfehler
Diese Denkfehler erkennt die App bei der Aufgabe oben — und so erklärt sie sie.
Ein typischer Fehler
Bei Minusgraden einfach die Zahlen abziehen: Aus 20 °C und −4 °C werden dann 16 Grad. Der Weg von −4 bis null zählt mit, also sind es 24 Grad.
Die Summe statt des Mittelwerts genommen
Das ist die Summe der zwölf Monatswerte. Eine Temperatur lässt sich nicht aufsummieren — für das Jahresmittel wird die Summe noch durch 12 geteilt.