Ratgeber / Deutsch
Komma bei Aufzählung und wörtlicher Rede
Wenn du mehrere Dinge nacheinander nennst, ist das eine Aufzählung. Zwischen die Dinge setzt du ein Komma. Dazu kommt, welches Zeichen neben der wörtlichen Rede steht, also neben dem, was jemand genau so sagt.
Wozu du das brauchst
Schreibst du eine Geschichte, in der Tim sagt, was er alles für den Ausflug einpackt, brauchst du beide Regeln.
Merke
Zwischen die Dinge einer Aufzählung setzt du ein Komma, vor „und“ aber keines: „Ich packe Brot, Äpfel und Saft ein“. Bei der wörtlichen Rede kommt es darauf an, wo der Satz steht, der sagt, wer spricht. Steht er hinter der Rede, kommt ein Komma: „Ich habe Hunger“, sagte Mia. Steht er vor der Rede, kommt ein Doppelpunkt: Mia sagte: „Ich habe Hunger.“
Ein Beispiel Schritt für Schritt
Nach welchen Wörtern muss ein Komma stehen? Nenne die Wörter, mit Komma getrennt.
Im Garten wachsen Radieschen Erbsen Bohnen und Tomaten besonders gut.
- Die Glieder der Aufzählung: Radieschen, Erbsen, Bohnen, Tomaten
- „und“ verbindet Bohnen und Tomaten — dort kein Komma
- Kommas stehen nach Radieschen und nach Erbsen
Typische Denkfehler
Diese Denkfehler erkennt die App bei der Aufgabe oben — und so erklärt sie sie.
Ein typischer Fehler
Ein Komma vor „und“ setzen, also „Brot, Äpfel, und Saft“. Das „und“ verbindet die letzten beiden Dinge schon, deshalb bleibt die Stelle davor frei.
Ein Komma vor „und“ gesetzt
„und“ verbindet die letzten beiden Glieder, es trennt sie nicht — deshalb steht vor „und“ kein Komma. Nach „Bohnen“ bleibt die Stelle frei.
Ein Komma nach „und“ gesetzt
Nach „und“ steht in einer Aufzählung nie ein Komma. Das Komma trennt die Glieder voneinander, und „und“ gehört schon zum letzten Glied.
Nach jedem Glied ein Komma gesetzt
Das letzte Glied wird mit „und“ angehängt, nicht mit einem Komma. Getrennt werden nur die Glieder davor: nach „Radieschen“ und nach „Erbsen“. Hinter dem letzten Glied „Tomaten“ steht gar kein Komma.